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samstag 10-08-2002
und da waren wir wieder. sofern man etwas schlaf abbekam, konnte es nun weitergehen. was garnicht so einfach war, denn schliesslich wummerte es ueberall um einen herum von baessen und party. zeitweise kam man sich so vor, als ob man der einzige auf dem ganzen festival-areal war, der etwas schlaf benoetigt.
muna-zelt: chillout dj

nachmittags war ein bisschen chillen am see und in der naehe des muna-chillout-zelts angesagt. ab und an legte das mothership club-boot an und nahm ein paar leute mit auf eine kleine rundfahrt ueber die bleilochtalsperre. auch hier am ufer gabs etwas beschallung, einmal natuerlich durch den dj im muna-zelt, als auch durch die klaenge des fresh&sexy-stages gleich um die ecke. hier gab sich der nachwuchs bereits den ganzen samstag ueber die platten in die hand. nicht umsonst, schliesslich wurde der beste von ihnen mit 50 und der moeglichkeit den anfang auf der centerstage zu machen, belohnt! so legten hier dj SLEEPING, WALLACE & GROMIT, AUTO.MATIC.MUSIC auf, LESS spielte live und als band gab es SENSOR zu sehen.

Winner DJ-Team @ Main Stage
unterbrochen wurde das ganze durch einen kurzen schauer. fuer mal 15min regnete es aus allen wolken. gottseidank blieb es aber bei diesem kurzen schauer.

und so konnte die zweite heisse phase des festivals beginnen. gegen 19uhr legte z.b. dj BOON (die bessere haelfte von northern lite) auf dem centerstage auf. im sms circus machte dj GUNJAH den anfang, die beatbox wurde vom BIONIC DJ TEAM erschuettert und im groove-zelt sollte dj NICK auflegen.

boon boon

bionic dj team gunjah

gunjah nick

im sms circus sollte es dann auch gleich heimatlich weitergehen. dj SVEN U.K. soll nach zeugenberichten ein hammerset abgeliefert haben und fuer eine ziemlich gute stimmung dort gesorgt haben.

sven uk sven uk

noch schnell die gelegenheit für eine bootsfahrt genutzt - dj SEBROK sorgte für den richtigen antrieb.

Sebrok Sebrok
mal abgesehen von JACK DE MARSEILLE, der gleich nach dj boon auf dem centerstage auflegen sollte, war es heute der tag der liveacts. laut plan waren 6 stueck in folge angesagt. wobei hier im nachhinein doch ein paar aenderungen vorgenommen wurden, wie sich herausstellte. doch erst einmal war TANITH & TAKRAF an der reihe. eine mischung aus dj-set von tanith und live-drums&co von takraf.
tanith tanith

takraf takraf

dem tanith ueber die schultern schauen

im clubzelt des studio672 aus koeln sollte nun gegen 22.00 uhr MICHAEL MEYER seinen kompakten sound verbreiten, leider mit etwas verspaetung, was spaeter noch folgen haben sollte. im zelt nebenan waren die immer wieder gern gesehenen WIGHNOMY BROTHERS am werk.

michael mayer michae mayer

Wighnomy Brothers [Sören]

nun wurde es etwas schwierig mit der musikalischen auswahl. auf dem centerstage holte GREEN VELVET nun endlich seinen schon so lange angekuendigten thueringen liveact nach. sein inzwischen schon zum hit mutierten track "lalaland" gab er natuerlich auch zum besten. ebenso "flash" und einige mehr. dass seine performance irgendwo zwischen cool und "der-hat-doch-nen-schuss-oder?" lag, war eigentlich fast zu erwarten. bei all dem freakigen aeusserem und der pulsierenden musik, bleibt doch eine gewisse kritik in seinen texten an der techno/drogen-szene haengen... kill a million braincells... prepare to flash... where all the mad little kiddies go... die texte sind ja bekannt. wie auch immer, kategorie: muss man mal erlebt haben!

Green Velvet Green Velvet
waehrenddessen gaben im sms circus NORTHERN LITE, gefolgt von ANTHONY ROTHER ihre live-acts zum besten.
northern lite anthony rother

anthony rother anthony rother

Nothern Lite Nothern Lite

green velvet wurde von THE ADVENT abgeloest. dieser hat ja bereits vor ein paar jahren den stage von sonnemondsterne unsicher gemacht und er tat es wieder. im studio 672 clubzelt wartete man vergeblich auf turner, denn durch verschiebung im zeitplan sollte dieser erst ueber eine stunde spaeter anfangen. deswegen bekam ich nur 15min von ihm mit. dafuer war er der wohl einzige kuenstler des festivals, der sein equipment fast sprichwoertlich mit fuessen trat. dennoch haben seine tracks etwas besonderes. der hamburger hat es eben einfach drauf! gefolgt wurde er von dj TOBIAS THOMAS.

turner

tobias thomas tobias thomas

DJ T

und ziemlich puenktlich gegen 00.45 sollte es dann endlich losgehen. das wohl unbestrittene highlight des festivals begann. UNDERWORLD. einen ihrer wenigen gigs und der einzige festival-gig in deutschland ueberhaupt, hier auf der sms. diesmal nicht mit dabei, darren emerson, dieser widmet sich nun mehr seiner dj-karriere. somit waren karl hyde und rick smith die beiden verantwortlichen fuer die folgenden 2 stunden. besuchermaessig ging nun nichts mehr vor der hauptbuehne. schwer zu schaetzen, aber um die 10.000 leute duerften das alleine vor der buehne gewesen sein. musikalisch gab man die underworld-typischen songs zum besten, dazu gabs auch noch etwas material von ihrem bald erscheinendem sechsten album. absoluter hoehepunkt ist und bleibt aber "born slippy". bei dem track, der vor jahren in fast allen technosets in thueringen nicht fehlen durfte, gab es eine art vulkanausbruch unter den besuchern. alle, aber auch wirklich alle arme waren oben, als die strings/flaechen einsetzten, zu denen sich ewan mc gregor in "trainspotting" vor wenigen jahren die kante gab.

alle erwartungen in underworld wurden erfuellt, wenn nicht sogar uebertroffen! ok, ein paar macken haben die beiden englaender schon. aber gut, sie koennen es sich ja leisten. auch der eigene tour-bus mit satelliten-schuessel und strikte anweisungen an die security, dass sie ihre blicke nicht gen buehne richten duerfen, gehoeren da wohl dazu. *grins*

underworld underworld

underworld underworld

underworld

underworld

nach dem liveact von underworld, fuellten sich auch die restlichen zelte wieder einigermassen. T. RAUMSCHMIERE (aka shitkatapult) war im zelt studio672 zu gange, die PHONEHEADS rockten die beatbox, der YO "houste" in kassa-distille und STEVE BUG machte im clubzelt der groove wiedermal wunderbares und sensationelles mit den plattentellern. im unruhige naechte floor, mit ahnsinnig geiler dekoration und optics, sorgte lady melanie flug [mit einem 3 turntable set!!!] für ordentlich stimmung. achja und bevor ich es vergesse, change-over dj auf dem centerstage: SAVAS PASCALIDIS.

YO Melanie Flug

t. raumschmiere t. raumschmiere

phoneheads phoneheads feat. philipp maiburg

steve bug savas pascalidis

auf der hauptbuehne sollte es jedoch gleich britisch weitergehen. urspruenglich als liveact angekuendigt, nun allerdings doch als dj, PAUL OAKENFOLD. zum ersten mal seit 8 jahren in deutschland. also gleich noch eine kleine premiere mehr. dazu noch bestbezahlter dj, wenn man den kusierenden geruechten glauben mag. sein sound passt sogarnicht in das bisherige klangbild seiner vorgaenger am heutigen abend. pauls mischung wuerde ich als trance bezeichnen, jedoch fernab von deutschem trancesound aka blank&jones oder aehnlichem, ernsthafter und auf seine ganz eigene art auch etwas ganz anderes zum deutschen sound! dennoch wertet er das gesamte musikalische spektrum von sms auf, denn trance wurde auf der sms - auch in den vergangenen jahren - vernachlaessigt. gut, man kann es keinem veruebeln, in thueringen sind djs wie paul oakenfold, paul van dyk oder auch timo maas weit weniger populaer, als in grossbritannien und dem rest der welt.

paul oakenfold paul oakenfold

paul oakenfold paul oakenfold

nach paul oakenfold machten sich noch ALTER EGO daran, das letzte aus den taenzern rauszuholen, was sie auch - respekt- ziemlich gut hinbekamen und schliesslich waren es die TUNE BROTHERS, die fuer die letzten klaenge von der hauptbuehne zustaendig waren.

alter ego alter ego

tune brothers tune brothers

tune brothers tune brothers

und sowohl den tune brothers, als auch alter ego - dem letzten liveact auf der hauptbuehne - war der spass anzusehen, den sie waehrend ihres jobs hatten. fuer uns allerdings neigte sich unser "job" dem ende zu. es begann die uebliche abbau-prozedur und irgendwann nach einem gepflegten fruehstueck ging es dann schon gen heimat, um endlich den wohlverdienten schlaf nachzuholen. und waehrend wir bereits nahe der heimat waren, ging es noch bis spaet in den sonntag hinein auf dem 2nd stage vom flyer sachsen weiter...

hier noch die letzten bilder vom centerstage...

nach ca. 20h schlaf fand man sich am heimischen kuechentisch wieder. frischer tee, broetchen und die morgenzeitung. beste gesellschaft an diesem montag danach. immerhin hatte es sonnemondsterne 2002 auf seite 3 der hiesigen tageszeitung (freies wort) geschafft. eine ganze seite ueber das festival. auf den zweiten blick folgte jedoch die ernuechterung, anstatt auf die erlebnisse und einmaligen darbietungen von underworld, stereo mcs etc. einzugehen, beschaeftigte man sich dort fast ausschliesslich mit dem ach so enormen drogenkonsum. erinnerte etwas an die ueblichen berichte, die man nach der loveparade zu gesicht bekommt. die oeffentlichen medien verkennen eben nach wie vor die wirkliche energie und das potential elektronischer musik. aber naja, erschuetternde berichte von drogenhochburgen und suendentempeln lesen sich nunmal einfach besser, als von einem gefuehl zu reden, dass die meisten leser von tageszeitungen schon lange nicht mehr erlebt haben oder vielleicht nicht einmal kennen. lost in music! *word*
kurz einen schluck aus meiner tasse genommen und weitergeblaettert.

sonnemondsterne 2002 bleibt ein erfolg. sowohl von den besucherzahlen, als auch von den musikalischen darbietungen her. das festival hatte - wie jedes jahr - seine hoehepunkte, seine ueberraschungen und stellte wieder einmal unter beweis, dass es seinen ganz eigenen charme hat. bleibt also nur noch zu sagen:

bis naechstes jahr, weiter so und party on!

 

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